Sie ist zwar schon etwas älter (Juni 2010) aber ich bin erst seit kurzem wieder auf dem Danzig Trip. Die ersten Danzig Alben (Danzig, Lucifuge, How the Gods kill) waren ja echte Klassiker der Metal Musik, leider ging es danach mit dem guten Glenn richtig bergab und es folgten Alben, die man sich nicht anhören konnte. Egal, vor ein paar Tagen bin ich dann auf eine Albumkritik zu „Deth Red Sabaoth“ gestoßen und hörte mal ein Amazon in die Scheibe rein – WOW, sie gefiel gleich vom ersten Titel an.

DANZIG: Deth Red Sabaoth

DANZIG: Deth Red Sabaoth

Eröffnet wird das gute Stück von „Hammer of the Gods“ ein wirklich guter Song, schön schräge Gitarren und der typische, düstere Glenn Danzig Gesang. Gefolgt von „The Revengeful„, einem Song über den ich irgendwo gelesen habe: „Die schrägen Höhen der Gitarren nerven“ – aber ich muss sagen, dass genau diese den Song ausmachen, für mich das 2. Highlight der CD!

Nummer 3 der CD „Rebel Spirits“ stampft gleich richtig gut los und zieht einem spätestens mit Glenns ruhiger Stimme in seinen Bann. Mit „Black Candy“ kommt auch schon der erste richtige Stampfer, der im Pit sicher viel Nackenschmerzen bereiten wird. Mit Nummer 5 „On a Wicked Night“ wird es dann erstmal etwas ruhiger und melodischer. Glenn’s Stimme kommt hier wundervoll zur Geltung, der Song macht einfach Spass und hat „Hitcharakter“.

Weiter geht es mit dem 6. Song „Deth Red Moon„, wieder ein toller, melodischer Song, den man wundervoll auf einer längeren Autofahrt „mitgröhlen“ kann. (gerade passiert auf dem Weg zur Arbeit!) – „Ju Ju Bone„, der 7. Song kommt den alten Danzig Scheiben wohl mit am nächsten, wenn die miese Produktion den Genuß nicht kaputt machen würde.

Titel Nummer 8 „Night Star Hel“ ist ganz OK, langweilt allerdings nach dem 2./3. Mal hören, der Titel wäre so eine typische Maxi B-Seite, müsste aber nicht auf der CD sein. Song 9/10 „Pyre of Souls: Incanticle/Seasons of Pain“ schlagen mit weiteren 10 Minuten zu Buche wobei der erste Teil „Pyre of Souls: Incanticle“ total nervt und ein typischer „ich skip den mal weg“ Kandidat ist. Der zweite Teil des Songs „Pyre of Souls: Seasons of Pain“ ist mit 7 Minuten definitiv zu lang. Der letzte Song der Scheibe „Left Hand Risse Above“ reißt dann zum Glück wieder alles raus und man fühlt sich wieder in die guten Danzig Zeiten zurück versetzt.

In Summe muss ich aber sagen, die beste Danzig Scheibe seit Jahren und wenn Glenn so weiter macht, kann man da auf mehr hoffen. Leider muss man aber auch die unterirdische Produktion erwähnen, da habe ich bessere Amateurband Demos gehört und das gebührt so gar nicht einem Glenn Danzig!