Ein echter Longplayer lag heute im Briefkasten, Iron Maidens neuestes Werk „The Book of Souls„. Das 16. Studioalbum der Band ist auch gleich das längste was die Briten jemals ablieferten, mit einer Spielzeit von 92 Minuten!!!

Also ab mit dem Teil in den CD Player….es geht los, sehr düster fängt der erste Song „If Eternity Should Fail“ an, dann kommt Bruce seine Stimme, ruhig und bedrohlich. Beim einsetzen der ersten Gitarren fühle ich mich in die Zeiten von Powerslave zurück versetzt, die gleiche Klasse, nur runder, erwachsener. Ein toller, stampfender Song mit Bruce seiner tollen Stimme und dazu noch aus der Feder von Bruce Dickinson. Der zweite Song der CD, geschrieben von Adrian Smith und Bruce Dickinson, geht gleich rockiger los, erinnert ein wenig an die „luftigen“ Nummern aus der 90er Maiden Ära, aber macht trotzdem Spaß zu hören, wenngleich Bruce bei „Speed of Light“ ein wenig mit seiner Stimme krächtzend wirkt.

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The Great Unknown“ von Adrian Smith und Steve Harris ist wieder so ein typischer Iron Maiden Song für den man die Band liebt, ruhiger Anfang mit einem tollen, melodischem Sprechgesang von Bruce Dickinson, steigert er sich dann in eine Midtempo Stampfer Nummer mit tollen Melodien! Der nächste Song aus der Feder von Steve Harris ist „The Red and the Black“ und wird definitiv auf den Konzerten die „Mitbrüllernummer“ im Style von „Heaven can Wait“ werden (PS: ich dreh gerade die Boxen lauter auf!!!). Mit  „When the River runs Deep“ hält die erste Uptempo Nummer Einzug auf dem Album. Ein cooler Song von Steve Harris und Adrian Smith, der den Headbangern, Crowdsurfern und Stagedivern sicher viel Freude bereiten wird, genau wie mir gerade (die Boxen sind noch lauter aufgedreht!) – wie sagt mein Kumpel Busser bei solchen Songs doch immer: Mal wieder die Frau zum Tanzen ausführen 3:)

Kommen wir zum nächsten längeren Song, dem Titel Song der CD „The Book of Souls„. Er geht mit einer ruhigen Akkustikklampfe los, die aber nach ein paar Akkorden durch ein fetten Sound abgelöst wird. Zusammen mit Bruce Dickinsons genialer Stimme und den heftigen Gitarren Riffs entwickelt sich hier ein brachialer Stampfer Song, der 10 Minuten verdammt schnell vergehen lässt! (Ich wechsle von Boxen auf Kopfhörer und muss den Song nochmal anhören, da ist verdammt viel zu entdecken drin!) Der Song endet wie er anfing, mit der ruhigen Akkustikklampfe und ich habe einen Favoriten (und Gänsehaut)! Achja, er wurde von Jannik Gers und Steve Harris geschrieben!

Iron-Maiden THE-BOOK-OF-SOULS

Iron-Maiden THE-BOOK-OF-SOULS

 

Kommen wir zur 2. CD, die von „Death or Glory“ eröffnet wird, einem schnellen, rockigen Song mal wieder und mit nur 5 Minuten sogar recht kurz und wieder aus der Feder von Adrian Smith und Bruce Dickinson. Die Beiden entwickeln sich zu einem genialen Gespann im Songwriting (Ich mag die Songs von Adrian Smith, sein Soloprojekt A.S.A.P. , sowieso total gerne!). Mit „Shadows of the Valley“ geht es dann weiter, geschrieben von Jannik Gers und Steve Harris (dem anderen Songwriting Traumpaar?), einem längeren Maiden typischen Song, der auch auf jeder älteren Scheibe hätte drauf sein können und viel Platz zum mitgröhlen lässt, also mal wieder eine Hymne!

Tears of a Clown“ von Steve Harris und Adrian Smith ist etwas Maiden untypisch, aber verdammt cool. Klingt er doch wie ein Rock Song, nicht die Maiden typischen, melodische Gitarren, sondern eher „geschrammel“, mal ein erfrischender Wind, total genial! Würde ich den Song im Radio hören, wäre Maiden meine letzte Idee dazu! Glückwunsch, sehr gelungen Herr Harris/Smith!

2015-12-13 00.08.14

Der erste Song aus der Feder von Dave Murray, zusammen mit Steve Harris. „The Man of Sorrows“ geht recht ruhig los, wird dann aber wieder eine toller Stampfer Nummer für Headbanger, passt für mich aber nicht auf die Scheibe. Nicht falsch verstehen, der Song ist toll, aber passt so gar nicht in das Konzept der CD.

Kommen wir zu dem epischen „Empire of the Clouds„, mit seinen 18 Minuten der wohl längste Song der Maiden Geschichte. In einem Interview mit Bruce Dickinson habe ich gelesen, er würde ihn gerne doppelt so lange „Live“ spielen, was Steve Harris wohl nicht so witzig fand. Der Song stammt mal wieder von Bruce Dickinson und handelt, wie sollte es auch anders sein, vom fliegen. Der Titel könnte auch ohne Probleme ein eigenes Musical abgeben, er klingt einfach nur Hammer geil! – Well done Iron Maiden, well done Bruce! Ich freue mich auf die kommenden Live Shows, meine ersten seit 1996!!! See you in Wacken!!!

Fazit: Für mich die beste Maiden CD seit „Somewhere in Time“ und „7th Son of a 7th Son“, die den Müll der 90er und frühen 2000er vergessen lässt!


 

Kleine Story am Rande. Die Plakatwände der Republik waren in den letzten Wochen mit der Werbung für „The Book of Souls“ regelrecht zugepflastert, was wohl in einigen Berliner „Problembezirken“ die Ökoeltern auf den Plan rief, die der Meinung waren, diese Werbung wäre nichts für die Augen Ihrer Arschlochkinder auf dem Weg ins Kaffee und diese Werbung kurzerhand „überplakatierten“. Die Metal Gemeinde hat nicht lange gebraucht um eine passende Antwort auf diesen Schwachsinn zu finden und das gleiche mit einem (ich meine) Helene Fischer Plakat gemacht.

2015-12-12 23.06.22

So, ich höre mir jetzt nochmal die „Somewhere in Time“ an! Gute Nacht Leute und vergesst nicht: KAUFEN, KAUFEN!